Mika Pietrus
Motorsport-Fotograf, Designer, Entwickler und Brand-Strategist.
























ÜBER MICH
Die Geometrie der Geschwindigkeit
Alles ist ein System.
Alles begann mit einer Kamera auf dem Tisch. Mein Vater hütete sie wie ein festes Familienmitglied. Für manche ist Fotografie ein Hobby; für mich war sie Bestimmung.
Schon 1996 baute ich meine ersten Websites, besessen von der Art und Weise, wie Informationen fließen und Strukturen entstehen. Dreißig Jahre später ist diese Schnittstelle zwischen dem Visuellen und dem Digitalen mein Betriebssystem.
Der Schnittpunkt
Motorsport ist keine einzelne Disziplin; es ist ein hochriskantes Zusammenspiel aus vier Welten. Um die Geschichte der Rennstrecke zu erzählen, muss man sie alle beherrschen:
Die Action: Die rohe Physik eines Ferrari 296 GT3 in der Raidillon. Dieser Sekundenbruchteil, in dem Mensch und Maschine zu einem einzigen Vektor verschmelzen.
Das Porträt: Der stille Fokus hinter dem Visier. In einer Welt aus Carbon und Daten kehrt die Geschichte immer zu den Menschen zurück.
Das Produkt: Das Engineering. Das Branding. Ich betrachte ein Livery wie eine Corporate Identity, die mit absoluter Präzision projiziert werden muss.
Die Kunst: Die Atmosphäre. Das Flimmern der Hitze. Das Spiel des Lichts auf dem Asphalt. Hier wird ein Rennen zum Erlebnis.
Die Architektur: OMYY
Ich dokumentiere Marken nicht nur; ich baue die Infrastruktur, die sie trägt. Mein gesamtes Berufsleben habe ich damit verbracht, einen "Dual-Engine"-Ansatz für die Branche zu entwickeln:
OMYY Media ist die geschäftsorientierte Speerspitze. Eine Full-Service-Marketingagentur, in der Storytelling auf Strategie trifft. Wir liefern die Fotografie, Videografie, PR und die soziale Architektur, die nötig sind, um in der Hochdruckwelt des Motorsports und darüber hinaus zu bestehen.
OMYY Systems ist mein digitaler Spielplatz. Das Labor, in dem ich IT-Systeme entwerfe und baue – Websites, mobile Apps und Speicherlösungen –, die meine Ideen zum Leben erwecken. Es ist der Maschinenraum für alles, was ich erschaffe.
Die Obsession: Geometrie
Ich verfolge bei der Geometrie einen kompromisslosen Standard.
Egal, ob ein Horizont perfekt gerade ist oder bewusst geneigt, um die Gewalt einer Kurve einzufangen: Die Absicht dahinter muss absolut sein. Wenn ein Bild ohne Grund um den Bruchteil eines Grades abweicht, geht die Spannung verloren. Wenn eine Zeile Code ineffizient ist, bremst das System.
Diese Obsession begleitet mich vom Terminal bis ins Fahrerlager. Ob als Media Manager, Sound Engineer oder Developer – das Ziel bleibt dasselbe: Organisation.
Nordischer Minimalismus: Die Kraft des Weniger
Ich glaube fest an den Nordischen Minimalismus. Für mich bedeutet Minimalismus nicht die Abwesenheit von Etwas; es ist die Präsenz von allem, was zählt, befreit vom Rauschen.
Es ist die Stille zwischen den Motorgeräuschen. Der Weißraum in einer Zeile Code. Die Fähigkeit, ein 24-Stunden-Rennen in einem einzigen, unaufgeregten Bild zu kommunizieren. In meiner Welt ist Klarheit die höchste Form der Raffinesse. Wenn ein Detail weder der Geschichte noch dem System dient, hat es dort nichts zu suchen.
Jenseits des Kompromisses
Ich glaube nicht an Kompromisse. Für mich ist ein Kompromiss ein Verlust für alle Beteiligten – das graue Mittelfeld, in dem die ursprüngliche Vision stirbt.
Anstatt bestehenden Ideen hinterherzulaufen, um eine „sichere“ Mitte zu finden, suche ich nach einem neuen Weg. Ich verändere die gesamte Denkweise. Wenn der aktuelle Pfad verlangt, dass wir uns mit weniger zufrieden geben, ist es der falsche Pfad. Wir geben uns nicht zufrieden; wir innovieren so lange, bis der Konflikt verschwindet.
Dahinter steht eine einfache Wahrheit: Was auch immer wir tun, wir können es besser machen. Der Lernprozess ist unendlich.
Keine Opfer. Nur das Spiel.
Der Regen, die Begehung der Strecke um 3:00 Uhr morgens, die 20-Stunden-Tage – das sind keine Opfer. Es ist die Eintrittskarte. Entweder man liebt das Chaos, oder man gehört nicht hierher.
Ich bin immer noch hier.
Bauen wir das Nächste.
– Mika Pietrus